Pressestimmen

Entlebucher Anzeiger vom 4. Februar 2009:

Von Visionen und Klangfusionen

Über 130 Musiker und Musikerinnen ernteten am Samstag in der Pfarrkirche Schüpfheim grossen Applaus für ihr gelungenes, vielfältiges Zusammenwirken.

Mit der Eröffnungsmusik <Punchinello> von Alfred Reed bewies die Musikgesellschaft Schüpfheim ihre hohe Leistungsfähigkeit schon zu Beginn. Der Dirigent Roger Meier vermochte die Kontraste des Stückes präzise herauszuarbeiten. Dynamik und Tempo waren auf die schwierigen akustischen Verhältnisse der Kirche abgestimmt: Kein Klangbrei, vielmehr differenzierte <Durchhörbarkeit> resultierte. Besonders die Holzbläser tönten vielversprechend und enttäuschten bis zum Ende des Abends nie. 

Rhythmisch kraftvolles Chorwerk

Eingängig und für das Herz verständlich war die Interpretation der <Songs of Sanctuary> von Karl Jenkins, obwohl der 80-köpfige <Fusionschor> die zungenbrecherische Kunstsprache des Komponisten artikulierte. Die dynamische Chorleiterin Elsbeth Hofstetter verband die durchwegs präsenten Chorstimmen mit der Bandbegleitung zu einem teils rhythmisch klangvollen und gleichzeitig feinen Klangbild.

Die Idee zum Hornquartett sei wortwörtlich aus einer Schnapsidee entstanden, erklärte Moderator Silvio Wey bei der Ansage. Mit ihren warmen und frischen Hornklängen spielten die vier Hornisten sich in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Musikgesellschaft begleitete rücksichtsvoll, wobei das tiefe Blech und die herrlichen Flötenstimmen auch eigene Akzente setzten. 

Geistlicher Klanghöhepunkt

Den Höhepunkt des Abends bildeten die Gesänge über den Heiligen Benedikt: Der niederländische Komponist Jacob de Haan beschwört mit seinen lateinischen Cantica de Sancto Benedicto die Dreifaltigkeit.

Nicht nur die Sopranistin Silvia Wey, auch die Chöre und die Musikgesellschaft schienen alle Register zu ziehen, um die Vision eines gewaltigen Grossprojektes Wirklichkeit werden zu lassen. Wunderbar begleitet vom Blasorchester wechselten sich der Chor und Elsbeth Hofstetter mit ihrer sehr warmen Sopranstimme ab. Wer sich auf die choralähnliche, meditative, etwas gleichförmig wirkende Musik einlassen konnte, wem es gelang, sich in Klang und Text zu versenken, erfuhr Beruhigung, Bereicherung und Inspiration.

Mit der Zugabe <Anthem> aus dem ABBA-Musical <Chess> zeigten Elisabeth Hofstetter und die Musikgesellschaft Schüpfheim eine weitere Facette ihres beeindruckenden musikalischen Könnens.

Auch der Kinderchor von Ballwil unter der Leitung von Margrit Leisibach wirkte mit grossem Engagement mit. Die zahlreichen Konzertbesucher waren begeistert von der fröhlichen Darbietung, die Liebesglück, Geselligkeit und Sinnesfreuden zum Ausdruck brachte.

 

Konzert